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Bewegungen/Technik Aikido bedeutet kurz skizziert, bei einem Angriff die eigenen Bewegungen (Verteidiger oder japanisch "nage") mit denen des Angreifers (japanisch "uke") sofort in Einklang zu bringen, seine Angriffsenergie umzulenken und gegen ihn zu verwenden, um sein Gleichgewicht zu brechen und ihn mittels einer Aikidotechnik (Wurf oder Hebel) wehrlos zu machen, ohne ihn zu vernichten. Die Grundidee des Aikido ist, den Angreifer möglichst freiwillig zur Einsicht zu bringen, daß Gewalt sinnlos ist. Im traditionellen Ueshiba-Aikido werden deshalb keine Wettkämpfe gepflegt. Das Prinzip der Harmonie (japanisch "ai") duldet keine Sieger oder Besiegten (Verlierer). Das Ziel des Aikido soll durch den Weg (japanisch "do"), d.h., durch intensives, regelmäßiges Üben der vielfältigen Aikidobewegungen erreicht werden, die aus wenigen, aber sehr variablen Grundtechniken in Form von Hebeln oder Würfen oder Kombi-nationen von beiden bestehen. Die Aikidobewegungen bestechen durch ihre Eleganz und der anscheinenden Gewandheit ihrer Ausführung. Der Laie setzt sie oft mit tänzerischen Übungen gleich. Doch das sind sie keinesfalls. Aikido ist bei wachsamer, konzentrierter Haltung die Kunst des "Ausweichens" vor dem Angriff und die des "aus dem Gleichgewichtbringen" des Angreifers. Die "Situation vor dem Zugriff des Angreifers" ist deshalb die wichtigste Phase der Verteidigung. Ihr schließt sich die eigentliche Aikidotechnik an, die in der Regel aus spiralförmigen Bewegungen besteht, welche auf den simplen Gesetzen der Mechanik (Trägheitssatz, Hebelgesetzen etc.) beruhen. Während ihrer Ausführung verliert der Angreifer die Kontrolle über seinen Körper, entweder durch eine Haltetechnik des Verteidigers oder durch einen Wurf. Ein esoterischer Hintergrund ist dabei strikt zu verneinen. Abschließend sei noch erwähnt, daß alle Aikidotechniken auch zur Abwehr von Messer-, Stock- und Schwertangriffen eingesetzt werden können. Auf nachstehenden Bild demonstriert Meister Asai eine Hebeltechnik am Boden auf dem Herbstlehrgang 1986 in Mombach (Foto: Ivan Antonietti).
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